Google Adwords: Umstellung auf erweiterte Textanzeigen

Anfang 2016 hat Google angekündigt, dass man nach und nach auf die erweiterten Textanzeigen in Adwords umzustellen wird. War dies für die Nutzer bisher eher als Option anzusehen, wird nun der Druck zur Umstellung erhöht.

Denn ab dem 26. Oktober wird das neue Format als Standard ausgeliefert. Zwar können dann noch die Text-Anzeigen in der klassischen Version erstellt werden, sinnvoll ist dies aber nicht unbedingt. Nutzer der Adwords-API müssen ebenfalls umstellen und die Anzeigentexte im neuen Format liefern.

Die nächste Deadline ist dann der 31. Januar 2017, ab dann können die Anzeigen im klassischen Format nicht mehr erstellt oder bearbeitet werden.

Laut der Meldung von Google werden die klassischen Anzeigenformate zwar bis auf weiteres noch ausgeliefert, allerdings kann es natürlich sein, dass diese dann gegenüber den erweiterten Anzeigen benachteiligt sind (oder gar von Google gezielt benachteiligt werden). Google selbst spricht von "deutlich besseren Klickraten" bei den erweiterten Anzeigen, was ebenfalls dafür spricht, dass die alte Version im Vergleich schlechter abschneiden wird.

Zum Vergleich die Erstellung der klassischen Anzeigen:

Adwords: Klassische Textanzeigen

und die neuen, erweiterten Textanzeigen:

Adwords: Erweiterte Textanzeigen

 

Veränderungen in der Übersicht:

Zweigeteilter Anzeigentitel
Für die Textanzeigen gibt es jetzt zwei Felder für den Anzeigentitel. In der Anzeige sind beide Teile durch einen Bindestrich getrennt. Bisher gab es lediglich die Möglichkeit, dass die erste Textzeile zusätzlich im Anzeigentitel erscheint. Hinweis: Auf Mobilgeräten kann der Titel in eine zweite Zeile umbrechen.

Längerer Anzeigentitel
In den Anzeigentiteln können jeweils bis zu 30 Zeichen eingegeben werden, also mehr als bisher. Bei asiatischen Schriftzeichen (z.B. Chinesisch) sind es jeweils bis zu 15 Zeichen.

Lange Beschreibung
Die zwei Textzeilen weichen dem Feld Beschreibung. Dieses kann bis zu 80 Zeichen enthalten, Google merkt an dieser Stelle an, dass dadurch auch die Anzeigendarstellung besser vorherzusehen ist als bisher.

Anzeige-URL
Die angezeigte URL wird nun automatisch erstellt und muss nicht mehr eingegeben werden. Sie ergibt sich aus der Zielseite und den Pfad 1 und 2. Dadurch soll es dem Nutzer leichter erkenntlich sein, wohin er mit dem Klick gelangt. Die erst vor einiger Zeit angepasste „finale URL“ und die Trackingparameter bleiben von der aktuellen Änderung unberührt.